Es ist was es ist sagt die Liebe

HONY 120513 © by H.O.N.Y. 2013

Heute ist internationaler Tag gegen Homo-,Bi- und Transphobie. Noch immer gibt es viele Menschen, die für ihre Art zu lieben und einander Zuneigung zu zeigen, Benachteiligung erfahren, angefeindet und gequält werden. Dabei geht es doch eigentlich nur um die „schönste Sache der Welt“.

Es ist was es ist 
sagt die Liebe

So schreibt es Erich Fried.

Ja, aus verschiedenen Gründen gab es immer wieder soziale, religiöse und staatliche Gesetze die versucht haben die Liebe und Beziehungen zwischen Menschen zu reglementieren und in Muster zu pressen.

Da auf Grund der menschlichen Biologie nur eine Paarung zwischen Mann und Frau zur Geburt einer neuen Generation führt, ist es nur allzu einfach daraus eine Regel zu machen.

Doch Liebe ist nicht einfach.

Es ist Unsinn
 sagt die Vernunft

Es ist was es ist

sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz

sagt die Angst

Es ist aussichtslos

sagt die Einsicht

Es ist was es ist

sagt die Liebe

Es ist lächerlich
 sagt der Stolz

Es ist leichtsinnig

sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich

sagt die Erfahrung

Es ist was es ist

sagt die Liebe

Ich denke jeder der schon einmal geliebt hat findet Wahrheit in diesen Worten.

Und das alles an sich ist schon schwierig genug! Man stelle sich vor dieses alles noch unter Druck von außen erleben zu müssen/dürfen.
Unter Angst um seine Gesundheit, seine Familie, vielleicht sogar um sein Leben!
Die Gefahren mögen sich hier in West-Europa relativiert haben. Diskriminierungsgesetze sollen die Menschen schützen, doch noch immer sind nicht alle Menschen gleichberechtigt.

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© by susiundferkel.wordpress.com

Ob ein Mensch der nach langen Jahren den Mut dazu hat seinen Körper äusserlich so darzustellen wie er innerlich ist, nur weil aus dem „Kerl“ eine „Tusse“ geworden ist, bei der Arbeit als Freak beschimpft und sozial ausgegrenzt wird..

Ob eine Frau Gefahr läuft ihre Kinder zu verlieren, nur weil sie ihre Liebe für ihren Partner auf fesselnde Weise ausdrückt..

Ob zwei Männer verheiratet oder „verpartnert“ sind und trotz gutem Einkommen und stabilem Haushalt kein Kind adoptieren dürfen..

All solche kleinen und großen Steine werden der Liebe in den Weg gestellt.

Vollkommen unnötig! Denn am Ende stehen nur die Früchte die diese Liebe hätte tragen können in Form von Kraft, Energie und neuem Leben.

Ich rufe hiermit auf zu lieben. Ohne Grenzen und ohne Ängste.
Und sich an der Liebe anderer Menschen zu erfreuen egal in welcher Konstellation.

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Kommentar

Schöner Text!

Sorry, aber dazu nun mal eine ander Sichtweise!
Niemand wird etwas dagegen haben wenn Liebe egal wem immer gegen wird! Doch ist Liebe etwas Geistiges und hat mit sexuellen Praktiken nicht vielzu tun. Das sei der zart angedeutete Unterschied!

Desweiteren, ist es unmöglich für solche Partner eigne Kinder zu zeugen und wo ist das die AKZEPATANZ AN DER NATUR WIE SIE NUN EINMA IST??? ES ist was es ist! JA das kann man einfach akzeptieren! WEnn nun also die NATUR so nicht funktioniert, dann ist es nicht das Problem der anderen! Es istdas Problem des Menschen der seine zu den der anderen machen will. Deshalb wird diese Sicht immer auf GEgenwehr stossen! Also deshalb ES ist was es ist!!! MANN und FRau sind für die Fortplanzung bestimmt, nicht FRau und Frau und nich tMAnn und Mann! Da geht dem Kinde was verloren! Begreift es doch, akezptiert es doch – es bzw. diese Naturder Fortplanzung wird sich nicht ändern ! Darum Versuche nicht zu ändern was Du nicht Ändern kannst. Und ansonsten ist es ohnehin klar das nur um seuelle Praktiken geht!

Hallo Meinungsfreiheit!

Du hast eben genau diese Meinungsfreiheit und deshalb habe ich diesen Post auch zugelassen. Es ist deine Meinung.
Meine ist nunmal anders und ich denke wir können beide damit leben dem anderen seine Meinung zu lassen, oder?

Ich bin gespannt auf weitere Kommentare!

LG, S.Niggemeier

Der Kommentar ist argumentfrei. Ich glaube, er enthält die Behauptung, dass homosexuelle Menschen keine Liebe untereinander empfinden können wie das zwischen Mann und Frau möglich ist, was wohl als Tatsache einfach so in den Raum gestellt wird und mir in etwa so wohlig aufgeklärt vorkommt wie das Stoßen von Frauen von hohen Klippen um zu sehen ob es auch wirklich Hexen sind.

Danach wird die Liebe auf einen sehr praktischen Zweck reduziert: Sie ist für das Kindermachen bestimmt – ohne diesen Zweck hat sie scheinbar keine Existenzberechtigung. Diese etwas schroffe Behauptung wird den einen oder anderen Dichter zum Weinen bringen, spricht vielleicht auch nicht unbedingt für eine sehr positive Einstellung zur eigenen Fröhlichkeit im Leben.

Wie auch immer: Sieht man nur mal spaßeshalber von dieser völlig bescheuerten, grundfalschen Prämisse ab, dass eine Instanz “Natur” existiert die aktiv irgendwelche Ideen darüber hat, wie das hier auf der Erde denn bitte ablaufen soll, bleibt für mich immer noch diese eine große Frage unbeantwortet:

Seit wann juckt es hier irgendwen, wenn irgendwer gegen den “Willen der Natur” verstößt? Steht der Osten schon wieder unter Wasser oder warum ist man da gerade wieder so sensibel?

Wenn ich dem Argument der natürlichen Bestimmung Folge, ich habe keine Kinder gezeugt, habe ich deshalb das Recht auf geistige Liebe verwirkt?

Ist der Begriff der geistigen Liebe nicht fern der Bestimmung zur Nachkommenschaft und reduziert die Natur zur Nachkommenschaft nicht
die Liebe eben auf den körperlichen Akt?

Auch im Tierreich gibt es homosexuelle Handlungen. Negiert das nicht den Willen der Natur zur Nachkommenschaft? Ist Liebe so edel und vergeistigt das körperliches Begehren verwerflich wird?

Wer definiert hier Natur?
Der Mensch ist Teil der Natur.
Er kann nicht für andere bestimmen was natürlich ist und was nicht, dazu müsste er grundlegend Objektiv sein, das kann näherungsweise nur die reine Wissenschaft, welche Homosexualität als Teil der Natur des Lebens begreift und neurobiologisch beweisbar machen wird als Variante des Daseins.

Alles andere ist Meinung. Diese kann ich vertreten aber nicht anderen aufzwingen. Meinung hat keine Allgemeingültigkeit.